Der Saisonstart ist Ramona Schöpfer gelungen. / Bild: zvg
Langlauf: Seit dieser Saison ist Ramona Schöpfer aus Marbach Teil des C-Kaders von Swiss Ski. Sie blickt auf einen gelungenen Saisonstart zurück und geht mit Freude in die nächsten Rennen.
Den Sprung ins nationale U20 C-Kader von Swiss Ski schaffen – dieses Ziel hat Ramona Schöpfer in der vergangenen Langlaufsaison angestrebt. Nun hat die 18-Jährige diesen Schritt geschafft und trainierte durch den Sommer in einer professionelleren Trainingsumgebung. Doch nicht nur die neue Kaderzugehörigkeit veränderte ihren sportlichen Alltag, sondern auch der Wechsel in eine höhere Alterskategorie und eine Anpassung in ihrem letzten gymnasialen Schuljahr.
Sommertraining hat sich bewährt
Anfang Dezember hat die Saison gestartet, und schon sind wieder drei Rennwochenenden Geschichte. Die guten Vorbereitungen im Sommer haben sich für Ramona Schöpfer ausbezahlt: So erreichte sie beispielsweise am Swiss Cup in Goms den guten fünften Rang beim Sprintwettkampf und den zweiten Rang beim Distanzrennen. «Es war sicher ein guter Saisonstart für mich», sagt sie denn auch. Durch den Sprung ins nationale U20 C-Kader trainierte Ramona Schöpfer im Sommer mit einer neuen Trainingsgruppe. «Wir waren viel im Sportzentrum Magglingen und profitierten dort von der guten Infrastruktur.» Trotz guten ersten Rennen schaut die Marbacherin aber auch kritisch auf den Saisonstart zurück und weiss, dass noch mehr möglich ist.
Nur drei Tage zuhause
Die nächste Gelegenheit, sich zu beweisen, erhält Ramona Schöpfer bereits am Wochenende. Für sie steht ein Continental-Cup (COC) in Deutschland auf dem Programm. Dass sie für Rennen oft ins Ausland reist, ist für die Langläuferin normal. Der Zeitaufwand für solche Rennwochenenden ist jedoch sehr hoch. «Drei Tage bin ich zuhause und vier Tage weg», erzählt Ramona Schöpfer. Da bleibt auch nicht mehr viel Zeit für Trainings und Schule, doch die vorhandenen Stunden will die Gymnasiastin bestmöglich nutzen.
Langlauf – ein Familienthema
Dieses Jahr soll zudem auch die Regeneration mehr Zeit finden. Deshalb hat sich Ramona Schöpfer für eine Anpassung entschieden. Sie besucht das Gymnasium Plus in Schüpfheim. Anstatt normale vier, dauert der Maturagang dort fünf Jahre und bietet dafür mehr Zeit für Sport oder Musik. «Momentan wäre ich in meinem letzten Schuljahr. Dieses teile ich mir aber nun auf zwei Jahre auf», erklärt sie. So hat die Gymnasiastin nicht nur mehr Zeit für Trainings und Schule, sondern auch für ihre Familie. Wobei Langlauf auch dort ein grosses Thema ist. Nicht nur Ramona ist durch ihre Mutter zu der Sportart gekommen, auch ihre jüngere Schwester Leandra eifert ihr nach. Erstmals starten die zwei nun auch in derselben Kategorie. Anders als in der Schweiz gibt es in der internationalen Langlauf-Serie COC nämlich keine Unterscheidung der Alterskategorien U18 und U20. «Es ist ein gegenseitiges Anspornen und manchmal auch ein Konkurrenzkampf», erklärt Ramona Schöpfer. Bei den Schweizer Rennen läuft sie nun aber bereits in der U20-Kategorie und wird somit anders gewertet als Leandra. Bis jetzt habe sie noch keinen grossen Unterschied festgestellt.
Jugend-WM als Ziel
Noch liegen einige Rennwochenenden vor Ramona Schöpfer. Ein Highlight gebe es in dem Sinne nicht: «Ich freue mich auf alle Rennen gleich stark.» Aber sicherlich gebe es Resultate, die sie sich zum Ziel setze. So will die Marbacherin diese Saison beispielsweise die Jugendweltmeisterschaften in Kanada erreichen. Und wer weiss, vielleicht startet Ramona Schöpfer schon bald an einem Weltcuprennen.